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"keine aktivierbaren dateisysteme" - "Medium nicht lesbar" - "Gerät wurde nicht konfiguriert"

Meist aus Unachtsamkeit oder Schusseligkeit zieht man den falschen USB Stecker raus, während gerade ein Verschlüsseltes DMG/Sparseimage gemountet war. Das wär nicht so schlimm, das lässt sich schnell wieder "mounten". Was aber wenn gerade auf das Medium ein Schreibzugriff stattfand ? - Dann kommt meist die Meldung "keine aktivierbaren dateisysteme" und man versucht voller Panik seine Daten zu retten oder beginnt sich Gedanken um ein "Backup" zu machen, dafür ist es jetzt meist zu spät - Ich weiss wovon ich rede...

KEINE PANIK ! - es ist nichts verloren, mir ist bisher KEIN Sparseimage/dmg untergekommen welches nicht wieder gerettet werden konnte.

 

Zu 99% googelt man nach "keine aktivierbaren dateisysteme" oder "Gerät wurde nicht konfiguriert" und findet viele Seiten die sagen das man leise Abschied von den Daten nehmen soll, andere sprechen vom Super GAU.

So ist es mir am Anfang auch gegangen. Etliche Wochen lief hier eine Datenrettung 3 TB Daten waren "Weg" - viele Fernsehaufnahmen von EyeTV, sauber geschnitten und sortiert - alles weg.

Wieso hatte man das auch in ein Mitwachsendes Sparseimage getan ? - Doofe frage, keine Ahnung - wohl die typische Paranoia die man in diesem Land hat - und auch haben sollte...?!

 

Diese 3 TB musste ich damals "abschreiben", und ich habe weiterhin mit mitwachsenden Sparseimages gearbeitet, ab und zu auch wie immer mal den falschen USB Stecker rausgezogen, oder beim schreiben kam eine Kernel Panik. Alles nicht schön, aber mittlerweile habe ich durch diese Verluste gelernt, das man durchaus die Daten retten kann - und seit her konnte ich alles wieder herstellen - man lernt aus den Verlusten.

Was braucht man um die Daten eines verschlüsselten Image zu retten ?

Das ist schwer zu sagen, mal dieses, mal jenes - jeder Fall ist anders. Je nachdem was für eine Meldung kommt, probiert man was anderes.

Konkret ist es SEHR Hilfreich wenn man einen weiteren Mac hat, der Notfalls tagelang durchlaufen und kopieren kann (das erledigt hier ein Acer Aspire On ZG5 D150 Hackitosh), natürlich mit einem stabil laufenden Mac OS X System (z.b. 10.6.7).

Weiterhin ist eine leere große Festplatte um die evtl Datenrettung aufzunehmen von nöten.

Desweiteren eine Kommerzielle Software, die bisher leider durch kein kostenloses Tool ersetz werden konnte: Der Disk Warrior - kostet zwar Geld, der ist es aber im Falle des falles allemal Wert.

...viel Geduld schadet nicht - mehr braucht man nicht.

 

Erste Versuche...

Bei einem "Crash" eines verschlüsselten SparseImage auf einer Festplatte, sollte man nicht immer vom schlimmsten ausgehen.

Erst mal sollte man den Rechner runterfahren, neu starten und die Platte welche das "Sparseimage" beherbergt versuchen zu öffnen (Doppelklick). Kann man dann auf seine Daten zugreifen, könnte es sinnvoll sein schon mal an ein Backup zu denken.

Mountet dagegen die ganze Platte gar nicht, hilft meist schon das reparieren mit dem Festplatten Dienstprogramm.

Sollte das Fehlschlagen muss der Diskwarrior ran.

Sowie man zugriff auf den Container (Sparseimage) hat, ist es schon die halbe Miete.

Hier sollte man jetzt entscheiden: erst mal den Container auf ein anderes Medium kopieren, oder direkt auf der Platte weiter zu arbeiten ? - ich habe immer direkt weiter gearbeitet. Erst mal einen Doppelklick auf das Sparseimage und wenn dann die Meldung kommt "keine aktivierbaren dateisysteme" ist trotzdem alles in Ordnung - wie oben schon geschrieben: KEINE PANIK!.

Jetzt gibt es im laut Internet folgende möglichkeiten um noch an den Inhalt zu gelangen:

Variante 1 :

Das Image auf einen anderen Mac zu öffnen, den manchmal kann es echt helfen an einen anderen Macintosh das Volume zu mounten und von dort drauf zuzugreifen.

Variante 2 :

Eine andere Bridge verwenden ! - manchmal kann es auch ein Hersteller spezifischer Defekt sein (Hardware), einfach mal die reine Festplatte an einen anderen Konverter (Bridge) Anschließen, bei vielen Fehlern hat das schon mal geholfen.

Variante 3 :

Das Image mit dem Festplatten Dienstprogramm konvertieren. Das klingt zwar lächerlich, aber manchmal hatte selbst dieses Vorgehen schon erfolg.

Einfach das Sparseimage in der Seitenleiste beim FPD anwählen und oben auf Konvertieren drücken - als Ziel sollte hier natürlich immer eine andere Platte herhalten.

Variante 4 :

Das Sparseimage umzubenennen, evtl auch man ein Leerzeichen in den Namen einzufügen kann auch helfen. Das Filesystem hat manchmal probleme mit Umlauten oder Sonderzeichen. Einfach dem Sparseimage mal einen einfachen Namen geben, wie z.b. "Test Image" oder nur "Test".

Variante 5 :

Das DMG/Sparseimage mit dem Stuffitexpander oder Toast Titanium zu mounten. Der Stuffitexpander öffnet normalerweise nur Archive, versteht sich aber auch mit DMGs. Einen Versuch ist es Wert! Toast Titanium kann ja Image Dateien brennen, und auch mounten. Selbst wenn Toast ein Image nicht erkennt kann es zumindest versuchen mit den Standardwerten zu öffnen.

Variante 6 :

Das Image einfach nur auf eine andere Platte zu kopieren und dort zu öffnen. Das klingt profan ist aber auch ernst gemeint. Wenn man Zugriff auf das Sparseimage/DMG hat, kann es durchaus was bringen das File einfach auf eine andere Platte zu kopieren.

Sollte das alles nichts bringen, gibt es nur noch eine mir bekannte Methode...

Diese Methode habe ich zufällig entdeckt und hatte bisher IMMER Erfolg, ist aber auch etwas "Tricky" und sollte erst angewendet werden wenn die oberen Methoden wirklich nichts bringen.

Man zieht das Sparseimage in die Seitenleiste des Festplatten Dienstprogramms und klickt dann auf "Volume reparieren" . Soweit so gut..., auch wenn es beim letzten mal nicht gebracht hatte, sollte man es trotzdem machen !

Jetzt wartet man bis ein "Geisterimage" in der Seite erscheint (siehe "Testarchiv"). Je nach größe des Archives kann das schnell gehen oder auch bis zu 1 Minute dauern.

 

Sowie dieses "Geisterarchiv" erscheint, schießt man das FDP mittels dem Taskmanager (Apfel Alt Escape) ab, so das das FDP keine Zeit mehr hat das Geisterarchiv wieder abzumelden. Es kann auch passieren das kein "Geisterimage" erscheint, aber trotzdem ist es im Hintergrund "aktiviert" und kann vom Disk Warrior gefunden werden.

Jetzt startet man den Disk Warrior und lässt ihn das "Geisterimage" reparieren. Sowie man zugriff auf ein "Ersatz Directory" hat, kopiert man den Inhalt auf eine extra Platte.

Voila ! - Daten gerettet !

Voraussetzung ist natürlich immer das man evtl Passwörter der Images kennt.

 

Wie immer: Ich gebe keine Gewähr, das das hier so bei euch funktioniert - Alles geschieht auf eigene Gefahr ! - Bei mir läufts...

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